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Letztes Update: 04. Nov 2019
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08.07.2020 / 02:20
 
 
Tonle Sap See

Tonle Sap See Zum Abschluß unserer Reise machen wir noch einen kleinen Abstecher zum Tonle Sap See. Der Tonle Sap ist der größte See Südostasiens und eines der fischreichsten Binnengewässer der Erde.

Von Norden wird der See durch mehrere Zuflüsse gespeist, im Süden tritt der nach dem See benannte Tonle Sap Fluß aus, der bei Phnom Penh in den Mekong mündet. Jedes Jahr im Juni ist dort ein weltweit einzigartiges Naturphänomen zu beobachten. Der Mekong führt zu dieser Zeit auf Grund der Monsunregenfälle und durch das Schmelzwasser aus dem Himalaya bis zu 4 mal mehr Wasser als in den trockenen Monaten. Da Kambodscha ein großteils sehr flaches und ebenes Land ist, drängt das Wasser des Mekong in den Tonle-Sap-Fluß, und dieser wechselt die Fließrichtung. Die Wassermassen drängen zurück in das Becken des Tonle Sap und füllen den See. Der See verhält sich damit wie ein natürlicher Überlauf des Mekongs und schwillt in der Regenzeit auf das vierfache seiner normalen Größe an und verhindert damit extreme Überschwemmungen im Mekong Delta.

Ich brauche Halt Mit einem Boot fahren wir hinaus zu den schwimmenden Dörfern, die aufgrund der saisonal bedingen Unterschiede in der Wassertiefe nicht fest mit dem Grund verankert sind. Dabei handelt es sich um Hausboote oder auf Flössen errichtete Hütten. Andere Siedlungen bestehen aus Hütten auf hohen Stelzen, wobei der Fußboden aus gespleisstem Bambus beim Ansteigen des Wassers an Seilen ein Stockwerk höher gezogen wird.

Das tägliche Leben spielt sich ausschließlich auf dem Wasser ab. Wir beobachten unter anderen Schüler auf ihrem täglichen Schulweg, den sie gemeinsam in kleinen Booten antreten. Wir werden von den Bewohneren der Siedlungen sehr herzlich empfangen und unser Besuch zaubert ihnen ein Lächeln auf die Lippen.

Schule ist aus Zum Mittagessen wurde uns ein Lunchpaket überreicht von dessen Verzehr ich aber dringend abraten würde. Mir persönlich war das nicht ganz geheuer und wie sich im nachhinein herausstellte waren meine Bedenken nicht ganz unbegründet.

Für mich persönlich war dieser Abschluß noch einmal ein Highlight, nicht wegen der Mangrovenlandschaft sondern aufgrund der Lebenseinstellung dieser Menschen die uns verwöhnten Mitteleuropäern doch so fremd ist.

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