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Letztes Update: 04. May 2018
Home => Reisebericht Vietnam / Kambodscha
15.09.2019 / 19:55
 
 
Infos zu Kambodscha

Land
Kambodscha liegt auf der Indochinesischen Halbinsel, am Nordostufer des Golfs von Thailand. Die Küste hat eine Länge von 443 Kilometern. Kambodscha grenzt im Westen und Nordwesten an Thailand, im Norden an Laos sowie östlich und südöstlich an Vietnam. Kambodscha ist etwa halb so groß wie Deutschland und ist aus dem Reich Kambuja hervorgegangen, das seine Blüte vom 9. bis zum 15. Jahrhundert erlebte. Seine Ruinen in Angkor, Roluos, Banteay Srei und Preah Vihear wurden ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Nach der Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Frankreich im Jahre 1953 folgten jahrzehntelange Bürgerkriege, die viele Opfer unter der Bevölkerung und schwere Schäden in der Wirtschaft hinterließen. Auch der Vietnamkrieg und die Diktatur der Roten Khmer von 1975 bis 1979 brachten dem Land Leid und Elend.

Bevölkerung
Keep Smiling Kambodscha hat rund 14,5 Millionen Einwohner. Der Altersdurchschnitt beträgt 21,7 Jahre. Die Hauptbevölkerungsgruppe Kambodschas sind die Khmer, die offiziell 85-90 % der Einheimischen ausmachen. Damit ist Kambodscha das homogenste Land Südostasiens. Größte Minderheiten sind die Vietnamesen (5 %), die Cham (bis 3 %) und die Chinesen (etwa 1 %). Kleinere Minderheiten gibt es von Thais, Laoten, sowie einer Reihe von Bergvölkern.

Sprache
Die Amtssprache Kambodschas ist Khmer, eine austroasiatische Sprache, die von 95 % der Einwohner des Landes gesprochen wird. Weitere Sprachen sind Vietnamesisch, Chinesisch, Cham sowie verschiedene andere Minderheitensprachen. Französisch war wegen der französischen Kolonialvergangenheit über ein Jahrhundert lang die beliebteste Fremdsprache und wurde bis 1975 auch in gebildeten Kreisen gesprochen, heute wird es auch auf Grund des vermehrten Tourismus aus englischsprachigen Ländern vermehrt durch Englisch abgelöst.

Religion
Mönch In Kambodscha hängen rund 93 % der Bevölkerung dem Theravada-Buddhismus an, der neben Kambodscha in Thailand, Laos und Myanmar verbreitet ist. Weitere vertretene Glaubensrichtungen sind der Islam mit etwa 6 % (vor allem Sunniten bei den Cham) und das Christentum mit einem Prozent, vor allem Anhänger der katholischen Kirche, bei der Minderheit der Vietnamesen. Bei manchen Bergvölkern hat sich auch der Animismus gehalten, die Chinesen sind hauptsächlich Konfuzianer, Taoisten oder Mahayana-Buddhisten. Der Theravada-Buddhismus, der ab dem 14. Jahrhundert den Hinduismus und den Mahayana-Buddhismus verdrängte, war bis 1975 Staatsreligion und wieder ab den späten Achtzigerjahren. Heute ist er gesetzlich in der Verfassung verankert. Unter den Roten Khmer wurden die meisten buddhistischen Mönche getötet und fast alle Wats zerstört. In den Neunzigern wurden die meisten Glaubensstätten wieder aufgebaut - heute gibt es wieder 59.500 Mönche und 3.980 Wats.

Klima
Allgemein herrschen im Monsunklima in Kambodscha gleichmäßig hohe Temperaturen. Im Dezember sinken sie auf einen Tiefstand von 26 °C und erreichen im April ihr Maximum mit 30 °C. Die Niederschläge werden von den Monsunen bestimmt; von Mai bis September/Oktober weht der feuchte Südwestmonsun und bringt Regen, im restlichen Jahr bringen Nordostwinde trockene Kontinentalluft. Die beste Reisezeit ist von Dezember bis Februar.

Einreise
Man benötigt ein Visum sowie einen noch 6 Monate gültigen Reisepaß für die Einreise. Man bekommt das Visum an einer der kambodschanischen Botschaften im Ausland oder direkt bei der Einreise am Flughafen bzw. am Grenzübergang. Die Kosten betragen bei der Einreise $US 20 (Businessvisum $US 25) und an der kambodschanischen Botschaft in Berlin 30 Euro (Botschaft des Königreiches Kambodscha, Benjamin-Vogelsdorff-Str. 2, 13187 Berlin, Tel.: +49-30-48637901, Internet: www.kambodscha-botschaft.de). In Österreich, der Schweiz und den Niederlanden gibt es keine diplomatische Vertretungen Kambodschas. Das Visum gilt drei Monate (bis zum selben Kalendertag des darauffolgenden Monats). Bei Überschreitung der Aufenthaltszeit wird eine Strafgebühr von $US 5 pro Tag fällig. Ein deutscher Kinderausweis wird anerkannt. Auch im Reisepaß eingetragene Kinder (auch ohne Photo) können so mit den Eltern bzw. einem Elternteil einreisen. Wer länger als einen Monat nach Kambodscha einreisen möchte, sollte ein Geschäftsvisum (business visa) beantragen. Dieses kann mehrfach verlängert werden ohne daß eine erneute Ausreise erforderlich ist. Neuerdings kann auch ein e-Visa über das Internet beantragt werden, der Preis beträgt $US 25 und muss mit Kreditkarte bezahlt werden. Man erhält dann ein Bild zum Ausdrucken, was man besser zweimal macht. Die Einreise mit dem e-Visa ist aber nur per Flugzeug oder an ausgesuchten Grenzposten möglich (z.B. Poipet / Aranyaprathet wenn man aus Thailand kommt).

Gesundheit
Hepatitisimpfung ist sehr zu empfehlen. Ebenso empfohlen ist die Impfung gegen Typhus. In einigen Foren findet man auch Hinweise und Empfehlungen, sich gegen Tollwut und japanische Enzephalitis zu impfen. In jedem Fall sollte man vor der Abreise einen Arzt konsultieren, um die notwendigen Vorkehrungen abzusprechen. Weite Gegenden Kambodschas sind bereits resistent gegen die gängige Malaria-Prophylaxe mit Mefloquin. Deshalb ist von einer Prophylaxe abzuraten. Wichtig sind also hierbei die üblichen Vorbeugemaßnahmen gegen Mückenstiche (lange, helle Kleidung; Mückenspray, Moskitonetz). Jeder Tourist sollte möglichst ein Notfallmedikament dabeihaben. Es gibt einige Krankenhäuser in Kambodscha, die immer mit Malariamedikamenten mit der richtigen Wirkstoffkombination ausgestattet sind.

Zeitzone
Die Zeitverschiebung beträgt 6 Std. zur MEZ.

Stromversorgung
Energy Station Das Stromnetz in Vietnam nutzt 220 Volt Wechselsspannung (50 Hz). Es werden die verschiedensten Steckdosen verwendet, daher empfiehlt es sich einen Universal-Adapter mitzuführen. In abgelegenen Gegenden gehören Stromausfälle und Stromschwankungen zur Tagesordnung.

Telefon
Telefonieren geht in Kambodscha unproblematisch. Auf dem Lande gibt es zwar kaum ein Festnetz, aber in der Zwischenzeit ist das Mobilfunknetz gut ausgebaut. Es gibt mehrere Mobilfunkanbieter (Vorwahlen: 011, 012, 015, 016, 092). Roaming funktioniert in Kambodscha, ist aber recht teuer. Wer öfter telefonieren muss, sollte sich überlegen, sich eine Pre-Paid-Karte eines einheimischen Anbieters zu besorgen. Allerdings werden die oben genannten nicht an Ausländer abgegeben. Es gibt aber eine extra Pre-Paid-Karte für Touristen: MFone (099). Diese kostet etwa 10US$. Für den Erwerb einer normalen Karte ist die ID-Karte eines Einheimischen notwendig für MFone der Reisepaß. Aber oftmals sind die Leute gerne bereit, eine Karte zu besorgen. Hier kann man einfach mal im Gästehaus nachfragen. Sollte man öfter nach Kambodscha reisen, muß man die SIM-Karte aber im Land lassen. Nach 3 Monaten Nichtbenutzung verfällt die Nummer.

Internet
In Kambodscha gibt es in den touristisch erschlossenen Städten Internet-Cafés. Die Verbindungen sind recht zügig. Die Computer haben im Regelfall auch die neueste Software. Lediglich die oft vorhandenen kleinen Monitore mit ihren recht geringen Auflösungen können einen bei großen Seiten manchmal noch zu schaffen machen. Viele Restaurants in Siem Reap bieten auch kostenlos WLAN Internetverbindungen an. Mit einem kleinen Netbook, das ich hauptsächlich als Datenspeicher für meine Fotos dabei hatte, kann man dann sogar über Skype relativ günstig internationale Gespräche führen.

Geld
Only one Dollar In Kambodscha sind drei Währungen in Gebrauch. Die einheimische Währung ist der Riel. Im ganzen Land ist auch der US-Dollar üblich. Dabei ist ein Dollar 4000 Riel wert. Im weitläufigen Grenzgebiet zu Thailand wird ebenso der Thai-Baht benutzt. So kann es vorkommen, dass in einem Restaurant die Speisekarte in Dollar ausgewiesen ist, die Rechnung in Baht ausgestellt ist und das man als Wechselgeld Riel herausbekommt. Aber immerhin sind alle Währungen problemlos verwendbar. Mit dem Euro kann man noch kaum bezahlen. Es ist aber möglich, ihn umzutauschen. Dabei ist 1 Euro ca. 5000 Riel wert. Kreditkarten kann man in allen besseren Hotels inzwischen nutzen. Allerdings wird die VISA-Card eindeutig öfter angenommen. Geldautomaten (ATM), die Dollarnoten abgeben, gibt es bereits in Phnom Penh, Siem Reap und Sihanoukville bei der ANZ und der Canadia Bank. Die Netze werden weiter ausgebaut. In Phnom Penh, Siem Reap, Sihanoukville, Battambang und Kampot kann man aber auf einigen Banken mit der Kreditkarte Geld per cash in advance bekommen. Einige Banken verlangen dafür aber eine Gebühr. Fast alle Banken des Landes bieten auch den internationalen Geldtransfer über Western Union an.

Reiseführer
Stefan Loose - Kambodscha, 3 Auflage (November 2008)
Reise Know-How - Kambodscha, 8. Auflage (April 2010)
Nelles Guide Kambodscha - Laos (Mai 2009)

Fotografie
Kambodscha ist ein Land mit unzähligen Motiven. Wie überall, empfiehlt es sich genügend Speicherkarten bzw. Filmmaterial von zu Hause mitzubringen, da vor Ort nicht oder nur sehr schwer zu beschaffen ist. Sehr wichtig, vor allem bei Digitalkameras ist das Mitführen von mehreren Ersatz-Akkus. Vorzugsweise sollten elektronische Ladegeräte mit einem großen Eingangsspannungsbereich (z.B. 100 - 240 V) mitgeführt werden, da diese mit den hohen Spannungswankungen besser umgehen können. Bei einfachen Ladegeräten ist die Gefahr der Überladung durch die unregelmäßige Spannung sehr hoch. Dadurch können Akkus sehr leicht zerstört werden. Als Massenspeicher zur Datensicherung setze ich mittlerweile ein kleines Netbook ein. Auch nicht viel teurer als ein spezieller Image-Tank, dafür aber auch noch anderweitig nutzbar und hat in meinem Fotorucksack bequem Platz. Ich fotografiere im RAW+JPEG Format. Der zusätzliche Speicherbedarf ist mir der wesentlich größere Spielraum des RAW-Format für diese unwiederbringlichen Motiv absolut wert.

Für individuelle fotografische Fragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

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