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Letztes Update: 04. May 2018
Home => Reisebericht Vietnam / Kambodscha
15.09.2019 / 20:48
 
 
Angkor

Angkor Wat Am Abend geht unser Flug von Saigon nach Siem Reap. Die Behörden in Vietnam sollten sich hier einmal anschauen wie man Visa on Arrival effizient und schnell abhandeln kann.

Angkor besteht ja nicht nur aus der weltberühmten Tempelanlage Angkor Wat, sondern ist vielmehr ein riesiger archäologischer Park aus zahlreichen Tempelanlagen auf einer Fläche von 1000 km². Die Tempelanlagen entstanden im 9. bis 13. Jahrhundert und stellten das Herz des mächtigen Khmer Reiches dar. Um die Anlagen zu besuchen benötigen wir einen Angkor Tempel Pass, der überall peinlich genau kontrolliert wird.

Ta Prohm Der erste Tempel den wir besuchen ist Ta Prohm. Für mich persönlich eines der Highlights des gesamten Areals, da er als einziger, in etwa dem Zustand belassen wurde wie ihn die Archäologen damals vorgefunden haben. Die Gebäude werden von imposanten Würgerfeigen und Kapokbäumen überwuchert. Zusätzlichen Bekanntheitsgrad erlangte Ta Prohm auch als Kulisse zum Film Tomb Raider mit Lara Croft.

Als nächstes auf dem Programm steht der Pyramidentempel Pre Rup. Er ist der bedeutendste Angkortempel des 10. Jahrhunderts. Seine Architektur diente als Modell für den wesentlich größeren Tempelberg Angkor Wat.

Stein-Gesichter Nach dem Mittagessen unternehmen wir eine kleine Ballonfahrt, allerdings nur an einem Fesselballon, der an einem Stahlseil in die Höhe gelassen wird. Die Fahrt kostet 15 US$ und findet etwa 30 mal am Tag, für jeweils bis zu 30 Personen, statt. Für Fotografen eröffnet sich ein hervorragender Blick auf Angkor Wat und die umliegende Landschaft, vorzugsweise aber wegen des Lichts zu einem anderen Zeitpunkt am Morgen oder am späten Nachmittag. Andererseits ist der knallgelbe Ballon natürlich kein besonders schöner Hintergrund wenn man vom Angkor Wat aus in Richtung Westen fotografiert.

Mit einer Moped-Rikscha geht es in das Herz von Angkor, nach Angkor Thom. Der Name lautet übersetzt soviel wie "Große Hauptstadt". Sie war Heimat von einer Million Menschen und innerhalb ihrer Mauern lebte der König, die Priesterschaft, hohe Staatsbeamte und Bürokraten. Das Volk lebte außerhalb der Befestigungen. Angkor Thom ist von einem mächtigen, quadratischen Mauerring aus Lateritgestein mir drei Kilometer Seitenlänge umgeben und wird begrenzt von einem 100 Meter breiten und sechs Meter tiefen Wassergraben.

Angkor Clouds Im Zentrum von Angkor Thom befindet sich der Bayon. Der Bayon ist neben dem Angor Wat die bekannteste und eindrucksvollste Tempelanlage in Angkor, berühmt vor allem wegen seiner Türme mit meterhohen aus Stein gemeißelten Gesichtern.

Das Highlight haben wir uns für den Schluß aufgespart. Am frühen Morgen betreten wir den Angkor Wat am Nebeneingang auf der Ostseite und haben die Sonne dabei immer im Rücken.

Das komplette Areal mißt inklusive des Wassergrabens in West-Ost-Richtung knapp 1,5 km und in Nord-Süd-Richtung knapp 1,3 km. Der Wassergraben ist zwischen 170 und 190 Meter breit und umschließt das innere Areal. Er stellt nach der gängigen Interpretation den Urozean dar, womit er sich zusammen mit den zahlreichen Bauten der Tempelanlage in das Bild eines symbolischen Universums einordnet. Im Zentrum steht ein markanter Tempel mit fünf nach Lotusblüten geformten Türmen (Prasat). Der größte Turm ist 65 m hoch.

Banteay Srei Über den eigentlichen Zweck des Bauwerks besteht bis heute keine eindeutige Klarheit. Die Herrscher der Khmer sahen sich als Sachwalter des Gottes unter dessen Schutz sie selbst und auch das Land standen. Jeder von ihnen ließ zumindest einen großen Tempel errichten, der dieser Gottheit geweiht war. Ungewöhnlich für die Tempel Angkors ist die Ausrichtung des Angkor Wat. Anders als in den anderen Tempeln, deren Haupeingang nach Osten weist, ist der Angkor Wat nach Westen ausgerichtet, die Himmelsrichtung Yamas, des Gottes des Todes. Manche Forscher deuten den Tempel deshalb auch als Grabstätte des Königs. Eine Grabkammer oder Hinweise darauf wurden noch nicht gefunden.

Golden Light of Angkor Nachmittags geht zum 30 km nordöstlich vom Angkor Wat gelegenen Banteay Srei. Der heute gebräuchliche Name Banteay Srei bedeutet "Zitadelle der Frauen" bzw. "Zitadelle der Schönheit". Der verwendete harte rosa Sandstein läßt besonders detaillierte Ornamentik zu. Fast alle Wände der Gebäude im Tempelareal sind mit einem außergewöhnlich feinen Reliefdekor verziert.

Zum Sonnenuntergang kehren wir noch einmal zum Angkor Wat zurück um ihn in einer ganz anderen Lichtstimmung zu erleben. Ein wolkenloser Himmel erwartet uns an diesem Abend, leider ganz ideal für stimmungsvolle Aufnahmen, aber ich möchte mich ja nicht über schönes Wetter beschweren.

Den Abend lassen wir ausklingen bei einer traditionellen Apsara Tanzvorführung.

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