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Letztes Update: 04. May 2018
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15.09.2019 / 20:31
 
 
Inle See    Inle See

Fischer mit seiner Reuse (Ine See) Kurz vor Nyaungshwe machen wir Halt am Shwe-Yan-Pyay Kloster, welches wieder typisch aus Teakholz errichtet wurde. Ungewöhnlich sind jedoch die ovalen Fenster, in denen junge Novizen für Fotos posieren. Zwei junge Mönche machen sich einen Spaß aus der täglichen Körperpflege. Während einer der beiden gerade seinen Kopf in einen mit Wasser gefüllten Eimer taucht, gießt der andere noch reichlich Wasser von oben nach.

Schräg gegenüber vom Kloster befindet sich eine Schule die wir auf unsern Wunsch besuchen können. Kleine Geschenke wie Luftballons oder ein paar Süßigkeiten zeigen uns wie sehr sich die Kinder noch über solche kleinen Aufmerksamkeiten freuen können.

An einem kleinen Pier legen wir ab in Richtung Inle See. Eine gigantische Wolkenstimmung erwartet uns auf dem See wo die Fischer ihrer täglichen Arbeit nachgehen. Die Fischer auf dem Inle See sind bekannt für ihre Ruder-Technik. Das Ruder wird mit einem Bein festgeklemmt um eine Hand zum Fischen frei zu haben, damit bedienen sie dann ihre großen kegelförmigen Reusen.

Badetag im Shwe-Yan-Pyay Kloster (Nyaungshwe) Am späten Nachmittag erreichen wir unsere Unterkunft, sie befindet sich in einer idyllischen Anlage mitten im See. Die Bungalows wurden auf Pfählen direkt im Wasser errichtet. Der Sonnenuntergang über dem See stellt die Krönung des ausklingenden Tages dar und bei Nacht spiegeln sich die Lichter in der Stille des Sees. Am frühen Morgen treiben mich die ersten Sonnenstrahlen aus dem Bett und ich erlebe ein atemberaubendes Wolkenspiel.

Noch am frühen Morgen geht es wieder hinaus auf den See. Noch immer hängen dicke Nebelschwaden in den Bergen rund um den See und geben der Stimmung einen ganz besonderen Reiz. Es bieten sich zahlreiche Gelegenheiten die Technik der Intha Beinruderer genau zu studieren. Mit einem Bein am Ende des schmalen Bootes balancierend, schlingen sie ein Fuß um das Ruder und bewegen es im Stehen.

Erntezeit in den Schwimmenden Gärten (Ine See) Eine Besonderheit des Inle Sees sind die sogenannte "Schwimmenden Gärten". Wildwachsende Wasserhyazinthen bilden im Laufe der Zeit einen natürlichen Teppich in dessen Wurzeln sich der angeschwemmte Schlamm zu einer Erdschicht verdichtet. Auf diese natürliche Weise entsteht eine bis zu 1 m tiefe, schwimmende Humusschicht auf der vorwiegend Tomaten, Gurken und Bohnen angebaut werden.

Der Weg durch die Schwimmenden Gärten führt zu einer Pfahlbau-Siedlung inmitten des Sees. In diesem kleinen Dorf haben sich auch ein paar Angehörige des Volksstammes der Padaung niedergelassen. Die Frauen mit den Messingringen um den Hals sind auch unter dem Namen Giraffenhalsfrauen bekannt. Die Ringe um den Hals drücken die Schultern der Frauen im Laufe ihres Lebens stark nach unten und lassen den Hals extrem lang erscheinen.

Die letzte Station unsere Reise ist die Phaung-Daw-U Pagode, die im inneren 5 eigenartige kugelförmige Buddhafiguren beherbergt. Hier findet alljährlich im September / Oktober das Paung-Daw-U Fest statt, bei der in einer Prozession 4 der 5 heiligen Buddhafiguren von Ort zu Ort transportiert werden.

Damit endet unsere Reise durch ein Land dessen Bevölkerung von ihrer Regierung an der kurzen Leine gehalten wird aber niemals ihren Lebensmut verliert. Ich habe den Aufenthalt in Myanmar genossen, auch wenn wir im wesentlichen nur die schönen Seiten des Landes kennengelernt haben und ich werde wiederkommen …

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